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17.12.2018 : 19:41 : +0100

Namensgebungsfeier unserer Hermann-Scheer-Schule

Die Namensgebungsfeier unserer Herrmann-Scheer-Schule fand am 13. November 2015 statt.

Als Ehrengäste durften wir Frau Scheer-Pontenagel sowie Herrn Prof. Kreibich begrüßen. Neben zahlreichen Lehrern und Schülern unseres Oberstufenzentrums konnten wir Vertreter unserer zuständigen Senatsverwaltung, der Ausbildungsbetriebe sowie anderer Partnereinrichtungen als Gäste willkommen heißen.

Unsere Feier war vor allem durch Beiträge unserer Schüler geprägt, die das Anliegen Hermann Scheers künstlerisch umsetzten. Durch das Programm führten Debby Krohne und Enru Demir, Auszubildende der Bundesagentur für Arbeit.

Herr Fronz, Schulleiter unseres Oberstufenzentrums, stellte in seiner Eröffnungsrede zuerst die Phasen
der Entwicklung unseres OSZ dar und würdigte dann die Lebensleistung Hermann Scheers. Herr Fronz hob
weiterhin hervor, dass die Namensgebung eine Profilschärfung für die künftige Arbeit des OSZ befördern
und den Schülern eine bessere Identifikationsmöglichkeit mit IHRER Schule bieten würde.

Die Schüler der Grundkurse Darstellendes Spiel unserer gymnasialen Oberstufe präsentierten anschließend
eine selbst entwickelte szenische Darstellung zum Umwelt- und Klimaschutz unter dem Titel
„Eine schöne Be-"Scheer"-ung“. 

Die Laudatio auf Hermann Scheer wurde von Herrn Dinter gehalten, der sich in besonderer Weise für diesen neuen Schulnamen eingesetzt hatte. Darin wurde insbesondere hervorgehoben, wie das Vermächtnis von Hermann Scheer dazu beitragen kann, unserem Oberstufenzentrum eine moderne Orientierung zu geben,
die an den langfristigen Anforderungen des 21. Jahrhunderts ausgerichtet ist.

Robert Oksuzyan, Vertreter der Schülergruppe der FOS-Klasse 441, und der betreuende Sozialkundelehrer
Herr Lassahn berichteten im Anschluss über ihr Projekt, bei dem die Schüler selbstständig Interviews
mit der Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Nina Scheer sowie mit Herrn Lothar Krüger, dem Leiter des
Zentrums für Erneuerbare Energien Hermann Scheer in Eberswalde, geführt und für die regelmäßige Verwendung im Unterricht aufbereitet haben.

Herr Prof. Kreibich, ehemaliger Präsident der Freien Universität Berlin und heute Wissenschaftlicher Direktor des Sekretariats für Zukunftsforschung, erinnerte mit bewegenden Worten an seinen Freund und Weggefährten Hermann Scheer. Prof. Kreibich bestätigte uns, dass wir mit der Namenswahl für unsere Schule eine außergewöhnliche Person ehren, die sich während ihres gesamten politischen Lebens stets mit Weitblick, Mut und Entschlusskraft für Demokratie, für Abrüstung und Rüstungskontrolle, für die Nutzung
der erneuerbaren Energien, für den Klimaschutz und für die Sicherung des sozialen Friedens in der Welt eingesetzt und sich dabei gegen viele Widerstände durchgesetzt hat.

Aus Anlass der Namensgebung wurde an unserer Schule ein Schreibwettbewerb durchgeführt, der
unter dem Motto "Deutschland in 100 Jahren" stand.  Schüler verschiedener Bildungsgänge haben sich in Gruppenarbeiten mit diesem Thema auseinandergesetzt und dabei beachtenswerte Ergebnisse erzielt.
Der Siegertext der Berufsschulklasse 641 wurde von Conny Feiler vorgetragen.

Frau Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftsführerin der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR, berichtete über ihre gemeinsame Arbeit mit Hermann Scheer und würdigte seine besonderen Verdienste im Kampf für eine Abkehr von der fossil-atomaren Energiegewinnung und für eine frühestmögliche vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien.

Herr Platzeck überreichte als Vertreter der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft nach einer kurzen Ansprache unserem Schulleiter das neue Namensschild und vollzog damit offiziell die Umbenennung unseres Oberstufenzentrums Wirtschaft und Sozialversicherung in Hermann-Scheer-Schule (OSZ Wirtschaft).

Abschließend dankte Herr Fronz unseren Ehrengästen Frau Scheer-Pontenagel und Herrn Prof. Kreibich für ihre bewegenden Worte in Erinnerung an Hermann Scheer.

Vor und nach der Feierstunde konnten sich unsere Gäste neben dem filmischen Interview auch eine Ausstellung unserer Schüler mit den Schaubildern zu den Ergebnissen einer Umfrage zur Energiewende und mit Plakaten zum Thema „Deutschland in 100 Jahren“ ansehen.

Beachtenswert waren aber nicht nur die hier dargestellten Beiträge – unser Dank gilt auch den vielen anderen beteiligten Kollegen und Schülern sowie auch den beauftragten Unternehmen, ohne deren aktive Mitwirkung diese Veranstaltung nicht so positiv hätte verlaufen können.