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19.8.2019 : 14:30 : +0200

Die Bewahrung der Schöpfung aus religiöser Sicht

Für Menschen, die ihre Kraft zur Bewahrung der Schöpfung - also unserer Umwelt - aus den vielfältigen Religionen unserer gemeinsamen Welt beziehen, sollen hier einige Zitate von Persönlichkeiten bzw. von Initiativen der verschiedenen Religionsgemeinschaften zum Umweltschutz widergegeben werden.

Sollte die Veröffentlichung weiterer Positionen als wünschenswert erachtet werden, so können diese gerne an die Redaktion unserer Website herangetragen werden.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) zum Klimawandel

Im Mittelpunkt der Arbeit des ÖRK zum Thema Klimawandel stehen die Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit. Die Bibel lehrt, die Menschheit als Teil der einen Schöpfung zu verstehen, und ruft zur Sorge für den Garten Eden auf.

Das derzeitige Entwicklungsmodell bedroht das Leben und die Lebensgrundlage vieler Menschen, insbesondere unter den Ärmsten der Armen, und zerstört die Artenvielfalt. Die ökumenische Vision ist, dieses auf übermäßigem Verbrauch und Habgier beruhende Modell zu überwinden.

Über die Jahre hinweg hat der ÖRK eine Bewegung für Klimagerechtigkeit mit aufgebaut, an der sich Millionen von Menschen aus aller Welt beteiligen. Zum Beispiel tausende von Kirchengemeinden, die 2009 ihre Glocken für faire und ehrgeizige Maßnahmen gegen den Klimawandel läuteten, und weitere Gemeinschaften, die jedes Jahr die Zeit der Schöpfung mitfeiern.

Quelle: undefined Website des ÖRK >>>

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (AVK) zur Bewahrung der Schöpfung

Zu einem verstärkten Engagement für die Bewahrung der Schöpfung ruft der Vorsitzende der ACK, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) auf. „Der ökumenische Tag der Schöpfung am 7. September 2018, den Christen in Deutschland seit 2010 gemeinsam begehen, lädt auch in diesem Jahr ein, Gott für das Werk seiner Schöpfung zu danken und angesichts der vielfältigen Bedrohungen, denen die Umwelt durch menschliches Fehlverhalten ausgesetzt ist, zu geistlicher Umkehr und einem neuen Handeln zu finden“, so Bischof Wiesemann. Er betont: „Die Frage, wie wir mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen umgehen, ist eine entscheidende Herausforderung unserer Zeit und eine die Generationen übergreifende Aufgabe. Als Christen müssen wir uns dafür einsetzen, dass der wirtschaftliche und technische Fortschritt nicht zu Lasten der Umwelt und damit unserer Lebensgrundlage geht. Die Verantwortung für den Nächsten, für die armen und am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen, ist von der Verantwortung für die Schöpfung nicht zu trennen. Daher muss Umweltpolitik auch integraler Bestandteil jeder Entwicklungspolitik sein.“

Quelle: undefined Website der ACK >>>

Mitzvah Day Deutschland - eine Initiative des Zentralrats der Juden in Deutschland

Der Mitzvah Day beruht auf der Überzeugung, dass jeder - wirklich jeder - unsere Welt positiv beeinflussen kann. Das Konzept des Mitzvah Days basiert auf zentralen jüdischen Werten wie: Tikkun Olam („Verbesserung der Welt“), Tzedek („Gerechtigkeit“) und Gemilut Chassadim („Mildtätigkeit“). Juden sollen diese Werte leben und in ihrem Alltag verwirklichen. An einem festgelegten Tag im Jahr soll mit besonderen Projekten das Augenmerk auf diese Werte gelenkt werden.

Am Mitzvah Day versuchen wir, weltweit mit vereinten Kräften in unzähligen kleinen Handlungen die Welt ein Stück besser zu machen.

Quelle: undefined mitzvah-day.de >>>

Fazlun Khalid (ein muslimischer Öko-Theologe) zum Umweltschutz

"Buddhisten, Christen, Hindus, Muslime und Juden müssen zusammenarbeiten," so Khalid, "weil man beim Umweltschutz keine Trennung machen kann. Wir haben unterschiedliche Kulturen und Glaubensrichtungen, aber endlich gehören wir alle zu einer Welt. Wir sind die Erde." Und auf der gibt es viel zu tun. Verantwortung tragen wir alle. "Aber wenn man keine Hoffnung hat, kann man diese Arbeit nicht machen" so Khalid. "Man kann es sich nicht leisten, pessimistisch zu sein."

Wir müssen den Respekt vor der Natur zurückgewinnen. Das ist unser einziges verlässliches Kapital.
"90 Prozent der Menschheit gehören einer Glaubensrichtung an und die ist fast immer an der Natur orientiert. Wir müssen beginnen, unsere Umwelt zu achten. Wenn wir das tun, sind wir vielleicht auch bereit, unseren Gürtel enger zu schnallen."

Fazlun Khalid gründete 1994 in Großbritannien die Islamic Foundation for Ecology and Environmental Sciences (IFEES). Sie gehört mittlerweile zu den führenden islamischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) im Umweltschutz und ist die einzige islamische NGO dieser Art, die weltweit arbeitet.

Quelle: undefined 3sat - Kulturzeit >>>

Der Dalai Lama unterstützt als Buddhist den Umweltschutz

Seine Heiligkeit der Dalai Lama hat Greta Thunberg geschrieben, um seine große Wertschätzung für ihre Bemühungen zur Sensibilisierung für die Klimakrise, vor der wir alle stehen, auszudrücken.

„Es ist sehr ermutigend zu sehen, wie Sie andere junge Menschen inspiriert haben, sich gemeinsam mit Ihnen zu engagieren", schrieb er. „Sie wecken die Menschen auf, um auf den wissenschaftlichen Konsens und die Dringlichkeit zu reagieren.“

„Ich bin auch ein überzeugter Verfechter des Umweltschutzes. Wir Menschen sind die einzige Spezies mit der Kraft, die Erde, wie wir sie kennen, zu zerstören. Aber wenn wir die Fähigkeit haben, die Erde zu zerstören, dann haben wir auch die Fähigkeit, sie zu schützen.“

„Es ist ermutigend zu sehen, wie Sie die Augen der Welt für die Dringlichkeit geöffnet haben, unseren Planeten, unsere einzige Heimat, zu schützen. Gleichzeitig haben Sie so viele junge Brüder und Schwestern inspiriert, sich dieser Bewegung anzuschließen.“

Seine Heiligkeit beendete seinen Brief, indem er Frau Thunberg mit seinen Gebeten und guten Wünschen von ganzem Herzen unterstützte.

undefined de.dalailama.com/news/2019/unterstützung-für-greta-thunbergs-engagement-gegen-die-klimakrise
Bildquelle: archer10 (Dennis) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Der Umweltschutz in den anderen Weltreligionen

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