Sie sind hier: Berufliches Gymnasium > Fächer und Kurse > Biologie > 
21.7.2019 : 17:58 : +0200

Biologie am beruflichen Gymnasium

 

Einführungs- und Qualifikationsphase

Im Biologieunterricht der Einführungsphase sind zwei Wochenstunden vorgesehen.

In der Qualifikationsphase können sich Schülerinnen und Schüler für Biologie als Grund- oder Leistungskurs mit drei bzw. fünf Wochenstunden entscheiden. Sie erhalten damit die Möglichkeit, unser Fach als 1., 3., 4. oder 5. Prüfungsfach für den Erwerb der Hochschulreife zu bestimmen.

 

Wir vermitteln folgende Kompetenzen:

- fachbezogene Kompetenzen, wie

  • souveränen Umgang mit Fachwissen,
  • Methoden der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung,
  • Prüfen und Bewerten naturwissenschaftlicher Sachverhalte und 

- überfachliche Kompetenzen, wie

  • selbstständiges und kooperatives Handeln und
  • souveränen Umgang mit Sprache und Wissen.

 

Basiskonzepte:

Der Vielfalt biologischer Phänomene und Sachverhalte liegen Prinzipien zugrunde, die sich als acht Basiskonzepte beschreiben lassen:

  • Struktur und Funktion,
  • Reproduktion,
  • Kompartimentierung,
  • Steuerung und Regelung,
  • Stoff- und Energieumwandlung,
  • Information und Kommunikation,
  • Variabilität und Angepasstheit und
  • Geschichte und Verwandtschaft.

Sie ermöglichen Zugänge und Strukturierungen der Themenbereiche, die den Schülerinnen und Schülern helfen, die Gegenstände der Biologie zu erfassen und einzuordnen. Diese Basiskonzepte gehören zu den verbindlichen Inhalten des Biologieunterrichts.

 

Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

Für eine erfolgreiche Mitarbeit erwarten wir von unseren Schülerinnen und Schülern anwendbare Grundkenntnisse aus der Sekundarstufe I über:

  • Technik des Mikroskopierens,
  • Bau der Zelle (Pflanzen-, Tier- und Bakterienzelle),
  • Nährstoffklassen (Lipide, Proteine, Kohlenhydrate),
  • Fotosynthese und Zellatmung (Ausgangsstoffe, Bedingungen, Produkte),
  • Bau und Funktion menschlicher Organsysteme (Herz, Blutgefäße, Blut, Nervensystem, Auge),
  • ökologische Fachbegriffe (Produzenten, Konsumenten, Destruenten, Nahrungskette, Nahrungsnetz, biologisches Gleichgewicht),
  • Baupläne von Einzellern, Pflanzen, Wirbellosen und Wirbeltieren,
  • Mitose und Meiose, Modifikation und Mutation,
  • Embryonalentwicklung des Menschen,
  • Analyse von Erbgängen, Anwendung der Mendelschen Regeln,
  • Evolutionstheorien (Darwinismus, Lamarckismus),
  • Homologien und Analogien,
  • fossile Zwischenformen (Brückentiere, z. B. Archaeopteryx),
  • Mutation und Selektion als Evolutionsfaktoren sowie
  • Stammesgeschichte des Menschen. 

Dieses Grundwissen wurde in der Sekundarstufe I vermittelt und muss ständig bzw. nach kurzer Vor­bereitungszeit abrufbar sein.

 

Unterschiede zwischen Grund- und Leistungskurs

Grund- und Leistungskurs unterscheiden sich hinsichtlich folgender Aspekte voneinander:

  • im Grad der Differenzierung und Detaillierung fachspezifischer Inhalte,
  • im Umfang und der Komplexität der zu bearbeitenden Aufgabenstellungen,
  • in der Anwendung und Vertiefung chemischer, physikalischer und mathematischer Grundlagen der Biologie,
  • im Vernetzungsgrad des erworbenen Wissens,
  • im Grad der Abstraktion bei der Modellbildung,
  • im Umfang der praktischen und experimentellen Bearbeitung biologischer Sachverhalte und Probleme,
  • im Grad der Beherrschung allgemeiner und fachspezifischer Methoden zur Erkenntnisgewinnung und ihrer Reflexion.

Diese Unterschiede führen aber nicht dazu, dass das Anforderungsniveau im Grundkurs unangemessen niedrig ist und lediglich auf eine inhaltliche Groborientierung abzielt. Dementsprechend vermeiden wir im Leistungskurs eine übermäßige Spezialisierung und fachspezifische Einseitigkeit.