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10.12.2018 : 23:54 : +0100

Zur Geschichte des Schulbaus

1880 Es begann die Industrialisierung beiderseits der Oberspree, wo bis dahin nur Ackerbürger ihrer landwirtschaftlichen Beschäftigung nachgingen.

1898 Wilhelm II. von Preußen gab die Genehmigung für die Gründung der undefined Gemeinde Oberschöneweide,
die zu dieser Zeit schon ca. 2.800 Einwohner hatte.

In rasantem Tempo entstand ein industrielles Ballungsgebiet aus 25 Großbetrieben, insbesondere der Elektroindustrie, der Metallindustrie und des Maschinenbaus, sowie aus einer Vielzahl von kleineren Betrieben und Werkstätten. Gleichzeitig mit dieser industriellen Entwicklung wurden die Schul- und Lernangebote erweitert. Die Gemeinde Oberschöneweide verwendete zu dieser Zeit 37 % ihrer Einnahmen für Schulzwecke.

1912 Die Gemeindevertretung Oberschöneweide beschloss, eine 5. Gemeindeschule mit 19 Klassen
für Mädchen und 19 Klassen für Knaben sowie einer Turnhalle zu bauen. 

1913 Die Königliche Regierung zu Potsdam stimmte dem Entwurf zum Neubau der Gemeindeschule zu.

1914 Das Schulgebäude war fertiggestellt und wurde als 5. Gemeindeschule übergeben. Da zuerst die Mädchen und Knaben aus der 1. und der 2. Gemeindeschule in diesem neuen Schulgebäude untergebracht waren, erfolgte gleich eine Umbenennung der neuen Schule in 1. und 2. Gemeindeschule

Dieser Schulbau wurde damit Teil eines voll ausgebauten Schulnetzes der Gemeinde Oberschöneweide, das den höchsten Kriterien der Zeit entsprach. Die Schulgemeinde war sowohl in pädagogischer als auch in hygienischer Hinsicht das Vorbild im Berliner Südosten, denn die zentralbeheizten und gut belüfteten Schulhäuser verfügten über hohe helle Räume, Aula, Turnhalle und Schülerbrausebad.

1919 Das Gebäude beherbergte zusätzlich auch eine Fortbildungsschule für Kaufleute und Gewerbler.

1925 Gemischte Klassen von Mädchen und Jungen fanden in beiden Gemeindeschulen erstmals Erwähnung.

1927 Die 1. und 2. Gemeindeschule von Oberschöneweide wurden in 6. und 7. Volksschule
des Bezirks Treptow umbenannt. 

1935 Infolge der Auflösung der 7. Volksschule konnte im südlichen Teil des Schulgebäudes
die 1. Hilfsschule aus der Plönzeile untergebracht werden.

1938 Wegen der Gebietsreform von Groß-Berlin wurde die 6. Volksschule des Bezirks Treptow
zur 17. Volksschule des Bezirks Köpenick.

In Wintermonaten der ersten Kriegsjahre erzwangen Kälte und Kohlenmangel die starke Einschränkung
des Schulbetriebs. Die bereits zuvor gebauten Luftschutzräume wurden weiter ausgebaut und später bei Luftangriffen auch genutzt. Zum Teil haben die kleineren Kinder auch vorsorglich in den Luftschutzräumen übernachtet. 

1943 Aufgrund der zunehmenden Bombardierung Berlins begann die Evakuierung von Schülern ganzer Klassen mit ihren Müttern nach Ostpreußen. Für die verbliebenen Schüler fand kein geregelter Unterricht mehr statt.

1945 Russische Soldaten besetzten das Schulgebäude und gaben es nach Kriegsende für den Unterricht frei.

1945 Nur wenig später mussten die Schüler das Gebäude wieder räumen. Es erfolgte eine Nutzung des Schulgebäudes als Polizeischule - verbunden mit dem Bau eines Schießbunkers unter dem Schulhof.

1952 Die undefined Berliner Fachschule für Grafik, Druck und Werbung bezog den Nordflügel und richtete
22 Klassenräume und 9 Werkstatträume ein.

1952 Der Südflügel beherbergte eine Sprachheilschule, die ab 1974 den Ehrennamen "Wilhelm Firl" trug.

Die Berufsschule für Berufe der Fernsehelektronik zog später mit einigen Klassen ebenso in den Südflügel ein.

1967
Die Fachschule ändert ihren Namen in undefined Fachschule für Werbung und Gestaltung.

1990 Im Nordflügel bekam das Oberstufenzentrum Nachrichtentechnik für seine Filiale Köpenick
einige Räume.

1993 Die Fachschule für Werbung und Gestaltung ist endgültig "abgewickelt" worden.

1993 Das Oberstufenzentrum Sozialversicherung mit Hauptsitz in Berlin-Lichterfelde hat sich mit seiner Filiale Köpenick im Südflügel etabliert, um zukünftig vollständig im gesamten Schulgebäude untergebracht
zu sein.

1994 Es begann die aufwendige Rekonstruktion des denkmalgeschützten Schulgebäudes.

1995 Für den neuen Erweiterungsbau an der Helmholtz-/Ecke Nalepastraße erfolgte die feierliche Grundsteinlegung.
 
1996 Erste Erdarbeiten für das Fundament des Neubaus konnten erst 10 Monate nach der Grundsteinlegung durchgeführt werden. Danach gingen die Baumaßnahmen zügig voran. 

1998 Die Nutzer, die Erbauer und ihre Gäste feierten die Einweihung des neuen Gebäudekomplexes
für das jetzt umbenannte Oberstufenzentrum Wirtschaft und Sozialversicherung.

2004 Der Ausbau des Schulkomplexes fand seine vorläufige Vollendung mit der feierlichen Übergabe
einer Außensportanlage auf dem Gelände des Oberstufenzentrums. Es stehen seitdem ein Handballfeld,
zwei Basketballfelder, ein Volleyballfeld, eine Sprunggrube und wetterfeste Tischtennisplatten zur Verfügung.

2015 Im November wird das OSZ umbenannt in Hermann-Scheer-Schule (OSZ Wirtschaft).

2018 Im Gebäude werden umfangreiche technische Erneuerungen zur Sicherheit im Brandfall und in anderen Notfällen abgeschlossen. Zur selben Zeit wird die Schule mit weiteren Smartboards und fest installierten Beamern ausgestattet.