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22.9.2019 : 8:11 : +0200

Wie hoch ist eigentlich unser Schulgebäude?

 

"Das ist viel zu theoretisch und trocken." oder
"Wozu brauchen wir das eigentlich?" Solche oder ähnliche Sätze hören gerade Mathematiklehrer sehr häufig.

Grund genug bei passender Gelegenheit Mathematik auch mal außerhalb des Klassenraumes praktisch anzuwenden. Die Schüler der Klasse 11.12 sollten nun also ihr Wissen über die Trigonometrie anwenden und die Höhe des Neubaus unseres OSZ ermitteln.


Die Theorie klingt einfach: Mit dem Maßband den Abstand vom Gebäude zum Beobachter messen und von dort mit einem Theodoliten den Höhenwinkel bestimmen. Daraus ergibt sich mit einer einfachen Rechnung über den Tangens die gesuchte Höhe. Aber wie das halt mit Theorie und Praxis fast immer ist: Der Teufel steckt im Detail und gute Rechenkünstler sind noch lange keine guten Vermesser.


So bleibt uns vielleicht auch nur der Weg, den einst der spätere Nobelpreisträger Max Bohr in einer Physikprüfung seinen Professoren vorschlug, als diese von ihm hören wollten, wie er denn die Höhe eines Gebäudes bestimmen würde: "Ich kaufe ein Bier und schenke es dem Hausmeister für seine Auskunft!" Kein schlechter Vorschlag, denn immerhin sind wir ja ein Wirtschaftsgymnasium ;)

M. Müller